Startseite

Mitmachen für alle

Mitmachen für alle

Die Kommune eignet sich im besonderen Maße, eine offene Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger zu realisieren. In unseren Gemeinde- und Stadträten sowie in den Kreistagen engagieren sich über 13.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für das Wohl der Allgemeinheit, d. h. auf 200 Einwohnerinnen und Einwohner kommt eine Mandatsträgerin bzw. ein Mandatsträger, der ihre Interessen vertritt. Darüber hinaus wollen wir auch die Bürgerinnen und Bürger stärker an der Meinungs- und Entscheidungsfindung beteiligen, die kein kommunales Mandat wahrnehmen können, sich aber zu wichtigen Themen ihrer kommunalen Gemeinschaft einbringen wollen. Wir haben deshalb die Hürden für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide gesenkt und die möglichen Abstimmungsthemen erweitert. Ehrenamtlichen Initiativen wird es somit erleichtert, sich in die Entscheidungsprozesse einzubringen. Eine unentgeltliche rechtliche Beratung sowie ein durchgerechneter Kostenvorschlag der Verwaltung sowie die Möglichkeit zusammen mit der Gemeindevertretung einen Alternativvorschlag zu erarbeiten, sind dabei wichtige Elemente. Sie sollen ein offenes Verfahren des Miteinanders von direkter Demokratie und gewählten Vertreterinnen und Vertretern ermöglichen, um gemeinsam die besten Lösungen für die Gemeinschaft zu finden.

Die Gleichstellungsbeauftragten in Kommunen, Kreisen und Institutionen sichern die berufliche und gesellschaftliche gleiche Teilhabe von Frauen und erfüllen damit eine wichtige Verfassungsaufgabe. Sie sind in ihrer Arbeit weiter zu stärken und als Expertinnen im Kampf gegen Diskriminierung noch mehr als bisher wahrzunehmen und wertzuschätzen. Beiräte sind ein wichtiges ständiges Bindeglied zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern und der kommunalen Selbstverwaltung. Deshalb müssen sie auch landeseinheitlich geregelt bleiben. Neben den Kinder- und Jugendbeiräten setzen wir uns besonders für Senioren- und Ausländerbeiräte ein. Wir können auf Ihre Ratschläge und Unterstützung nicht verzichten. Beteiligung kann aber nur dann funktionieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger einen umfassenden und rechtzeitigen Zugang zu den Informationen haben, die sie und ihre Zukunft betreffen. Wir werden, wo immer es möglich ist, Informationen, Pläne und Protokolle frühzeitig, digital und frei zugänglich zur Verfügung stellen, so dass sich die Menschen direkt umfassend informieren können und nicht auf Mutmaßungen und Spekulation angewiesen sind. Hierzu ist die Einführung eines einheitlichen Informationsportals notwendig, damit die Interessierten die Informationen aus einer Hand bekommen können. Demokratie braucht Transparenz und Diskussion. Damit diese in unserem Gemeinden, Städten und Kreisen stattfinden kann, werden wir öffentliche Räume für den Diskurs nicht verschließen. Im öffentlichen Raum müssen Debatten und ehrenamtlich engagierte Menschen Freiraum finden. Gemeinsame ehrenamtliche Aktivitäten sind der Kern jedes Gemeinwesens. Unzählige Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in sozialen und karitativen Verbänden, Elternarbeit, freiwilligen Feuerwehren, Sportvereinen, Kulturvereinen, Fördervereinen, Naturschutzverbänden und vielen weiteren Bereichen. Im ehrenamtlichen Bereich wird mit wenig Geld viel für unsere Gemeinschaft getan, undifferenzierte Kürzungen mit dem "Rasenmäher" lehnen wir deshalb ab. Im Gegenteil: Wir wollen diese Menschen fördern, vernetzen und fortbilden.

Der Sport spielt eine wichtige Rolle für die Lebensqualität der Menschen. Zudem hilft Sport, erhebliche gesundheitliche, schulische, soziale und Integrationsprobleme zu lösen. Er ist eine wichtige soziale Klammer über alle gesellschaftlichen Unterschiede hinweg. Deshalb muss die Finanzierung des Sports dauerhaft gesichert bleiben.

"Retten, Löschen, Bergen, Schützen" -die freiwillige Feuerwehr mit ihren Aufgaben ist nach wie vor das Beispiel für den selbstlosen Einsatz für die Gemeinschaft. Über 50.000 Menschen engagieren sich freiwillig in 1.400 Wehren. Viele Jugendlichen lernen in den Wehren, sich für die Gemeinschaft zu engagieren und in einem Team zu arbeiten. Schleswig-Holstein ist nicht vorstellbar ohne die Freiwilligen Wehren, wir werden sie weiterhin vor allem bei der schwieriger werdenden Nachwuchswerbung unterstützen.