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Mobilität und Umwelt

Mobilität und Umwelt für alle

Mobilität für alle zu ermöglichen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Fortentwicklung unserer Gesellschaft: Die Erreichbarkeit von Arbeits- und Ausbildungsstellen, Kinderbetreuung und Einkaufsmöglichkeiten, von wichtigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge (z.B. Sozial- und Gesundheitseinrichtungen), von Kulturund Freizeiteinrichtungen muss auch in ländlichen Regionen und vor dem Hintergrund der Auswirkungen des demographischen Wandels sichergestellt sein. Die Kosten des Individualverkehrs steigen sowohl für die Einzelnen (steigende Kraftstoffpreise) als auch für unsere Gesellschaft (Emissionen, Lärm, CO2237 Ausstoß, Umweltschäden). Daher muss der Öffentliche Personen Nahverkehr in der Zukunft eine herausragende Rolle spielen, um die Mobilität sicherzustellen.

Der ÖPNV soll deshalb vorrangig vor dem Bau neuer Straßen ausgebaut werden. Wir fördern Regionalbahnkonzepte, den Ausbau von S-Bahn-Strecken, die Optimierung des Busangebotes sowie die bessere Vernetzung der Angebote der regionalen Verkehrsträger. Hierzu gehören auch zusätzliche Angebote wie Bedarfsverkehre, z.B. Rufbus, Taxi- und Mietwagen, Anrufsammeltaxen, Veranstaltungstaxen, aber auch selbst organisierte Mobilität durch Nachbarschaftshilfe, wie z. B. Fahrgemeinschaften, Mitfahrgelegenheiten oder Car- Sharing. Langfristig streben wir ein einheitliches Tarifsystem für Hamburg und Schleswig- Holstein sowie ein einheitliches Fahrplaninformationssystem an.

Eltern mit kleinen Kindern und Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind im besonderen Maße auf den ÖPNV angewiesen. Mobilität für alle bedeutet deshalb _ auch, dass im ÖPNV noch stärker auf die Barrierefreiheit geachtet werden muss. Zur Mobilität zählt auch der Radverkehr. Er ist die ökologischste und gesündeste Form der schnellen Fortbewegung. Insbesondere die rasante Entwicklung bei den elektrisch unterstützen Fahrrädern lässt die Fahrradmobilität zu einer immer bedeutsamen Alternative, vor allem für Kurzstrecken, werden. Die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer sollen deshalb verbessert werden. Hierbei geht es nicht nur um möglichst geschlossene und sichere Radwegenetze, sondern auch um geeignete Stellflächen, insbesondere beim Übergang zu Verkehrsträgern des ÖPNV. Mit kommunalen Klimaschutzprogrammen, der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden und der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LEDTechnik werden wir den Ausstoß von Treibhausgasen weiter mindern und zur finanziellen Entlastung der Kommunen beitragen.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir sie zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern gestalten. Neue Windparks sollen deshalb vorzugsweise als Bürgerwindparks entstehen. Beim Netzausbau stehen wir der Idee eines Bürgernetzes positiv gegenüber, wenn an diesem die Bürgerinnen und Bürger angemessen beteiligt werden. 274 Beim Anbau von Energiemais für Agrargasanlagen ist die Belastungsgrenze in vielen Regionen Schleswig- Holsteins erreicht. Wir wollen verstärkt den Einsatz von Reststoffen fördern und setzen uns zusammen mit der Landesregierung für eine Novellierung des Erneuerbare Energiengesetz ein, die die einseitige Ausrichtung auf Mais in den Agrargasanlagen beendet. Zudem müssen die Mitbestimmungsrechte der Gemeindevertretungen beim Bau neuer Anlagen gestärkt werden. Die entstehende Wärme soll besser, z. B. durch Fernwärme genutzt werden. Aktiver Naturschutz beginnt in der Kommune. Wir wollen die Naturwaldflächen sichern und vergrößern, die verbleibenden Moorstandorte schützen, die Qualität der Oberflächengewässer erhöhen und zusammen mit den Wasser- und Bodenverbänden uns für eine naturnahe Gewässerunterhaltung stark machen. Wir fördern lokale Initiativen zum Erhalt unserer Natur und Umwelt. Bei der Weiterentwicklung unser Städte und Gemeinde wollen wir den Flächenverbrauch stoppen und für die notwendigen Entwicklungen vorrangig bereits erschlossene Flächen nutzen oder wieder einer Nutzung zuführen. Eine umwelt- und flächenschonende Landwirtschaft, die sparsam mit den natürlichen Ressourcen umgeht und hochwertige Nahrungsmittel erzeugt, ist unser Ziel für Schleswig-Holstein. Wir wollen in den Mensen und Kantinen den Anteil regionaler sowie ökologischer Produkte erhöhen und werben aktiv bei der Bevölkerung für den Verzehr hochwertiger regionaler Lebensmittel. Wir fördern die Idee des Kleingartenwesens. Kleingärten bieten gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Erholung, Freizeitbeschäftigung sowie die Möglichkeit eigene und hochwertige landwirtschaftliche Produkte zu erzeugen. Sie sind auch wichtige Orte der Begegnung und des sozialen Zusammenhaltes. Wir unterstützen Projekte zum ökologischen und naturnahen Weiterentwicklung und sorgen dafür, dass den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern ausreichend Flächen zur Verfügung stehen.