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Teilhabe für alle

Teilhabe für alle

In unserer Gesellschaft sind Menschen aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt: Frauen, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationsgeschichte, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Menschen in besonderen Krisensituationen, Kinder und Jugendliche aus Familien, die Unterstützung beim Aufwachsen brauchen. Betroffene sind einzubeziehen. Wir wollen vor allem mit ihnen, nicht nur für sie planen. Benachteiligung und Ausgrenzung begegnen wir, indem wir Diskriminierung bekämpfen, Gleichbehandlung gewährleisten, die Hilfeplanung ausbauen, passgenaue Hilfen ermöglichen und die Teilhabe von allen Menschen mit Benachteiligungen auch an konkreten Zielen orientiert fördern. Dass es mehr und mehr ältere Menschen mit Behinderungen geben wird, kann nicht einseitige Spardiskussionen auslösen. Wir setzen uns weiterhin für eine landesweite auch an konkreten Zielen orientiert fördern. Kinder und Jugendliche müssen ihre Potentiale auch dann entfalten können, wenn ihnen in der Familie oder dem unmittelbaren Umfeld nicht genügend Unterstützung und Förderung zuteil wird. Im Rahmen des Kinderschutzgesetzes werden wir die frühen Hilfen bedarfsgerecht ausbauen Die Jugendhilfe hat die schwieriger gewordene Aufgabe, gefährdete Kinder rechtzeitig zu erreichen und ihre Familien eng zu begleiten. Die Gesellschaft ist aufmerksamer geworden - auf diese Sorge ist die Jugendhilfe angewiesen. Wir werden die Personalausstattung prüfen und setzen auf Beratung der Familien und auf Prävention.

Wir werden Kinder- und Jugendaktionspläne mit den Schwerpunkten gesundes und gewaltfreies Aufwachsen, frühe Hilfe für Familien, emanzipatorische Mädchenarbeit, außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Bekämpfung von Benachteiligungen und sozialer Ausgrenzung sowie die Stärkung der Beteiligungsrechte erneuern.

Wir werden nicht nur älter sondern auch bunter. Denn die zukünftige Gesellschaft ist nicht nur durch den demographischen Wandel geprägt, sondern auch durch ihre Vielfalt. Eine älter werdende und zudem noch zurückgehende Bevölkerung bedeutet auch, dass die Gesellschaft auf Zuwanderung angewiesen ist. Bereits jedes fünfte Kind in unseren Kitas hat einen sogenannten Migrationshintergrund. Die mit Migration verbundene Vielfalt, betrachten wir als Stärke. Gerade diese Stärke wollen wir nutzen, damit die Potenziale aller Menschen zur Entfaltung kommen können. Den Nationalen Integrationsplan verstehen wir als Aufforderung, uns in allen Politikfeldern mit der Frage der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu beschäftigen und dieses als dauerhafte Aufgabe zu begreifen. Hierzu werden wir regionale Integrationskonzepte erarbeiten, gemeinsam mit Städten, Gemeinden und den Migrantenselbstorganisationen. Die Umbrüche in unserer Welt und die unerträglichen Lebensbedingungen besonders für Minderheiten in den Herkunftsländern lassen eine steigende Zahl von Menschen, die zu uns flüchten, erwarten. Dieses stellt unsere Kommunen vor große Herausforderungen.

Andererseits ist die Würde des Menschen für uns unabhängig von den Fluchtgründen oder ob sie dauerhaft bleiben können oder nicht: Wir treten weiterhin für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen ein sowie die frühzeitige Teilnahme an Sprach-und Integrationskursen. Jede Demokratie ist nur so stark, wie die die Menschen, die für sie eintreten. Wir treten dem Rechtsextremismus in jeder Form entgegen. Wir werden nirgendwo die öffentlichen Räume diesen Menschenfeinden überlassen. Wir unterstützen und stärken die lokalen Initiativen und setzen uns für ein landesweites Beratungsangebot für alle Betroffenen ein.